Was eine Anwaltswebsite vermitteln muss
Menschen, die einen Anwalt suchen, befinden sich in einer belastenden Situation. Sie wollen wissen, ob du ihre Lage verstehst, ob du ähnliche Fälle bereits bearbeitet hast und ob sie dir vertrauen können. Eine generische Kanzleiwebsite mit einem Stockfoto eines Gerichtsgebäudes und einem Kontaktformular beantwortet diese Fragen nicht.
Was ich baue, beantwortet diese Fragen. Die Website zeigt, wer die Anwalte sind, in welchen Rechtsgebieten die Kanzlei wirklich stark ist und welches Wissen sie mitbringt. Das leistet mehr als funf Testimonials.
- Anwaltsprofile mit Foto, Ausbildung, Spezialgebieten und Arbeitsweise: Mandanten wählen eine Person, keine Kanzlei.
- Rechtsgebiets-Pages pro Fachbereich: eine eigene Seite für Familienrecht, Arbeitsrecht oder Gesellschaftsrecht mit den richtigen Schlusselwortern und tiefgehender Erlauterung.
- Blog oder Wissensdatenbank, der zeigt, dass du weißt, worüber du schreibst: Google belohnt Inhalte mit nachgewiesener Expertise.
- Klarer Conversion-Pfad: der erste Kontakt muss niedrigschwellig sein. Ein Formular für ein kostenloses Erstgesprach funktioniert besser als ein allgemeines Kontaktformular.
- Keine rechtliche Unklarheit: keine versprochenen Garantien, keine Zahlen, die nicht stimmen. Der Text muss rechtlich einwandfrei sein.
EEAT-Signale für Google: Fachkompetenz nachweisbar machen
Google bewertet Rechtswebsites in der YMYL-Kategorie (Your Money Your Life). Das bedeutet, dass die Algorithmen besonders kritisch prüfen, ob der Autor eines Artikels tatsächlich Experte ist. Ein Blogartikel über Scheidung, der ohne Autorname erscheint, rankt strukturell schlechter als derselbe Artikel, der von einem Anwalt mit Kurzbiografie unterzeichnet ist.
Ich baue EEAT in die Seitenstruktur ein:
- Autoren-Biografien bei jedem Artikel: Name, Foto, Zulassungsnummer, Spezialgebiet. Das sind die Signale, auf die Google achtet.
- Expertise-Tags pro Seite: strukturierte Daten, die angeben, welches Rechtsgebiet der Inhalt betrifft.
- Zitiertaugliche Inhalte: gut geschriebene Texte mit Quellenangaben werden von KI-Suchmaschinen und Rechtsdatenbanken haufiger zitiert.
- LegalService-Schema: JSON-LD-strukturierte Daten, die Google mitteilen, dass es sich um einen Rechtsdienstleister handelt, in welchem Rechtsgebiet und für welche Spezialgebiete.
- Interne Links zwischen Rechtsgebiets-Pages und Blogartikeln: so baut sich die Autorität der gesamten Domain auf.
Content-Strategie: Blog, FAQ und Fallbeisiel-Pages
Die meisten Kanzleien, mit denen ich spreche, möchten eigentlich einen Blog, wissen aber nicht, wie sie das praktisch umsetzen sollen. Anwalte sind beschaftigt, Schreiben kostet Zeit und Rechtstexte müssen inhaltlich korrekt sein. Ich helfe bei der Strukturplanung, nicht beim Erfinden von Inhalten.
Optionen, die ich in der Praxis einsetze: Du schreibst die Entwürfe, ich übernehme Struktur und Formatierung im CMS. Oder du arbeitest mit einem juristischen Texter und ich integriere die Inhalte. KI-gestützte Entwürfe sind ebenfalls möglich, aber immer mit Anwalts-Review vor der Veröffentlichung. Das ist keine Frage der Geschwindigkeit, sondern der Integrität.
Fallbeispiel-Pages sind wertvoll für SEO und Conversion, erfordern aber Sorgfalt. Ich baue Templates mit Datenschutz-Disclaimer-Blöcken und einem Anonymisierungs-Workflow, damit du Fallbeschreibungen veröffentlichen kannst, ohne DSGVO-Risiken einzugehen.
Rechtsgebiets-Pages: eine Landingpage pro Fachbereich
Eine Seite mit dem Titel 'Familienrecht', die nur einen Absatz Text enthält, ist keine Rechtsgebiets-Page. Eine gute Rechtsgebiets-Page erklärt, was Familienrecht umfasst, welche Situationen die Kanzlei bearbeitet, wie der Prozess ablauft und warum diese Kanzlei die richtige Wahl ist. Solche Seiten ranken gut und konvertieren besser.
- Familienrecht: Scheidung, Unterhalt, Sorgerecht, Kindesentfuhrung. Ein sensibles Thema, das Vertrauen im Text erfordert.
- Arbeitsrecht: Kunstigung, Arbeitskonflikt, Wiedereingliederung. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber suchen hier.
- Gesellschaftsrecht: Verträge, Fusionen, Haftung. Eine B2B-Zielgruppe, die anders liest als Privatpersonen.
- Strafrecht: Beschuldigter, Opfer, Polizeiverhore. Eine dringende Situation, in der die Website schnell Klarheit geben muss.
- Weitere Spezialgebiete nach Bedarf: jede Rechtsgebiets-Page folgt der gleichen Struktur, hat aber einzigartige Inhalte.
Ich baue eine CMS-Struktur, mit der du selbst neue Rechtsgebiets-Pages hinzufügen kannst, ohne mich einzubinden. Das ist relevant, wenn die Kanzlei wächst oder ein neues Rechtsgebiet hinzukommt.
Beispiel-Situation
Von WordPress zu Next.js: organischer Traffic verdreifacht
Eine Kanzlei in der Region Twente mit vier Anwalten für Familien- und Arbeitsrecht betrieb eine veraltete WordPress-Installation. Die Website war langsam, hatte keine Anwaltsprofile und der Blog enthielt kurze Texte ohne Tiefe. Nach dem Wechsel zu einer Custom-Next.js-Website mit Blog-CMS und strukturierten Rechtsgebiets-Pages stieg der organische Suchverkehr im ersten Jahr um 280%. Diese Zahl klingt beeindruckend, ist aber ehrlich gesagt das Ergebnis einer Kombination: eine bessere technische Basis, konsequente Blog-Veroffentlichungen und eine ausgebaute interne Linkstruktur.
Das ist keine Garantie. Organischer Traffic hängt von der Inhaltsfrequenz, dem Wettbewerb in deinem Markt und der Konsequenz deiner Veröffentlichungen ab. Die technische Basis ist notwendig, aber ohne inhaltlichen Einsatz nicht ausreichend.
Conversion-Flow: vom Besucher zum Erstgesprach
Besucher, die deine Website über eine Suchanfrage zu einem Rechtsthema erreichen, befinden sich bereits in einer Situation. Sie brauchen kein Verkaufsgespräch. Sie möchten wissen, ob du ihnen helfen kannst und wie sie Kontakt aufnehmen.
- Kostenloses Intake-Formular pro Rechtsgebiet: ein Formular, das Besucher bittet, ihre Situation zu beschreiben, funktioniert besser als ein allgemeines Kontaktformular. Der Anwalt bereitet sich besser auf das Gespräch vor und der Mandant fuhlt sich gehort.
- Direkter Telefonlink auf mobilen Geraten: ein tel://-Link auf dem Smartphone, damit Besucher mit einem Tipp anrufen können.
- Angabe der Reaktionszeit: 'Ich antworte innerhalb eines Werktages' senkt die Hemmschwelle. Menschen möchten wissen, was sie erwarten dürfen.
- WhatsApp-Link optional: manche Kanzleien möchten aus Vertraulichkeitsgrunden keine WhatsApp-Anfragen für Rechtsfragen. Das ist eine bewusste Entscheidung, keine technische Einschrankung.
- Kein KI-Live-Chat: rechtlicher Erstkontakt über einen KI-Chatbot ist in den meisten Fallen keine gute Idee. Ich baue keine Funktion, die später Probleme verursacht.
SEO und KI-Zitierbarkeit für juristische Inhalte
Juristische Inhalte werden zunehmend von KI-Suchmaschinen wie Perplexity und den KI-Zusammenfassungen von Google zitiert. Für Anwaltskanzleien ist das eine neue Chance: gut geschriebene und korrekt strukturierte rechtliche Erlauterungen werden zu Quellen, denen Menschen vertrauen.
Das SEO-Fundament, das ich für Anwaltskanzleien aufbaue:
- LegalService-Schema-Markup: Google versteht damit, dass es sich um eine Anwaltskanzlei handelt, in welchem Rechtsgebiet und in welcher Region.
- llms.txt für KI-Suchmaschinen: eine standardisierte Seite, die KI-Systemen mitteilt, welche Inhalte deiner Website relevant und zitierbar sind.
- Hreflang bei internationaler Tatigkeit: wenn die Kanzlei auch Mandanten in den Niederlanden oder Belgien betreut, konfiguriere ich die Sprachzuordnung korrekt.
- Kanonische URLs pro Rechtsgebiets-Page: verhindert doppelte Inhalte bei sich uberschneidenden Rechtsgebieten.
- Ladezeit unter 2 Sekunden: besonders auf mobilen Geräten. Menschen, die deine Website in einer belastenden Situation besuchen, haben keine Geduld für eine langsame Seite.
Datenschutz und DSGVO: was rechtlich vorgeschrieben ist, baue ich korrekt
Anwalte unterliegen der Schweigepflicht. Das gilt auch für die Website: Kontaktformulare, die personenbezogene Daten verarbeiten, unterliegen der DSGVO und erfordern eine Datenschutzerklarung, einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Hosting-Anbieter und korrekt implementierten Cookie-Consent.
Das baue ich standardmäßig ein, nicht als nachträglichen Gedanken. Das bedeutet: Cookie-Consent ohne Dark Patterns, eine rechtlich korrekte Datenschutzseite, Formular-Verschlüsselung und Datensparsamkeit. Du kannst gegenüber der Datenschutzbehörde Rechenschaft ablegen, falls das jemals erforderlich sein sollte.